Beschreibung
Wir wandern zuerst über die Staumauer, biegen auf der anderen Seite links ab, gehen noch ein wenig dem See entlang und steigen dann bald rechts die Treppen hoch auf den Wanderweg. Der Pfad führt uns durch felsiges Gelände, stets bergaufwärts. Die Felsen sind gesäumt mit Heidelbeersträuchern, deren Blätter im Herbst rot leuchten. Wir queren eine Felswand, welche mit einer Kette gesichert ist. Die nächste Linkskurve nehmen wir nicht, sondern gehen geradeaus weiter, auf einen kaum sichtbaren schmalen Pfad. Der Pfad ist mit einem blauen Strich markiert, welchem wir aber nicht konsequent folgen, denn sonst würden Klettersteigkenntnisse nötig. Wir gehen also ein paar Schritte weiter unten durch das Gras und treffen ein wenig später wieder auf den ursprünglichen Weg. Auf einer Art Ebene angelangt, sehen wir rechterhand einen Bach. Diese fliesst aus einem kleinen Bergseelein, welches vom Weg aus nicht unbedingt direkt zu sehen ist.
Wir machen hier einen Abstecher nach rechts und folgen dem Bachlauf. Ein paar Meter weiter stehen wir direkt vor einem hübschen, romantischen kleinen Bergseelein. Wir gehen nochmals ein Stück weiter in dieselbe Richtung und entdecken noch zwei weitere von diesen, versteckt hinter einem grossen Felsen. Nun gehen wir zurück zum Wanderweg und folgen diesem weiter. Wer Glück hat, kann in diesem Gebiet auch Murmeltiere beobachten. Ein Stück weiter treffen wir auf den ersten der beiden Ovi Seen, welcher um einiges grösser ist, als die drei kleinen namenlosen von vorhin. Durch grasige Landschaft umwandern wir den ersten See und sehen schliesslich auch bald den zweiten.
Der Weg steigt nun ein wenig an und macht dann eine Linkskurve direkt in den Hang hinauf. Auch diese Kurve nehmen wir nicht und gehen nun ohne Wanderweg und ohne Markierungen geradeaus, den Hang querend weiter. Wir sehen aber links vom zweiten Ovi See ein kleines Tümpelchen, welches wir direkt anpeilen können. Wir gehen am Tümpelchen vorbei und überqueren eine Art Joch. Auf der anderen Seite sehen wir wieder ein kleines Seelein, welches wir ebenfalls wieder anpeilen. Beim namenlosen Seelein angekommen, steigen wir auf eine kleine Kuppe, machen hier unsere erste Rast und geniessen die Sicht und die Ruhe. Im Gegensatz zum Giübin, ist dieses Gebiet hier nämlich kaum besucht.
Nun achten wir uns auf eine Talsohle, welche rechts vom See, den Hang hinauf führt. Wir steuern diese an und folgen ihr bis nach oben, wo wir wieder auf einen offiziellen Wanderweg treffen. Dem breiten Wanderweg folgen wir nach links, weiter bergaufwärts. Er führt hinauf zu einer alten Militärhütte. In der Nähe der Hütte suchen wir uns einen guten Einstieg, um dann direkt weiter den Hang hinauf zu steigen, bis wir schliesslich unseren ersten Gipfel, den Pizzo Canariscio erreichen. Die Aussicht hier oben ist schon mal gar nicht schlecht. Wir sehen unter anderem das Leventinatal, den Basòdino Gletscher, das Bedrettotal in Richtung Nufenen Pass, die Gotthardpasshöhe, den Galenstock und natürlich den Lago della Sella, von welchem wir hergekommen sind. Auf der hübschen kleinen Holzbank machen wir eine kurze Pause und erholen uns vom Aufstieg.
Wir gehen nun links weiter und wandern dem Grat entlang, zuerst leicht absteigend, und dann stets bergaufwärts. Linkerhand können wir auf alle Seen hinabblicken, welche wir heute schon besucht haben, und hoch oben am Himmel begleitet uns eine Familie von Gänsegeiern. Nach einem guten Stück Gratwanderung mit fulminanter Daueraussicht, erreichen wir schliesslich unseren zweiten Gipfel, den Pizzo Posmeda, welcher mit einer Säule aus aufgeschichteten Steinen markiert ist.
Wir wandern nun weiter auf dem Grat in Richtung unseres letzten Gipfels. Wir passieren ein Holzherz, durch welches man wunderbar das Bergmassiv um den Galenstock fotografieren kann, wandern über den ausgedehnten Passo Posmeda und beginnen dann den Anstieg zum Giübin. Der Anstieg, mit Daueraussicht auf den Lago della Sella, ist nicht schwierig, weil der Weg sehr gut ausgebaut ist und gemessen am Verkehr scheint die Wanderung auf den Gipfel auch ziemlich beliebt zu sein. Schliesslich gelangen wir oben auf dem Giübin an. Die fantastische Aussicht auf die Berge und die Täler ist wohl unnötig zu erwähnen, einzig speziell erwähnenswert ist vielleicht, dass hier oben auch das Lauteraarhorn und das Schreckhorn sehr gut zu sehen sind. Und weil es so schön ist, machen wir hier unsere Mittagspause.
Nun steigen wir wieder hinab zum Pass und gehen bei der Abzweigung mit dem blauen Herzen geradeaus weiter. Wir treffen auf eine lange alte Militärhütte, welche heute in Privatbesitz ist. Dem dortigen Wegweiser folgen wir nach links, in Richtung Lago della Sella. Auf breitem Schotterweg geht es nun ein Stück bergab. Bei einem Felsen mit Wegmarkierung, welchen wir auf der rechten Wegseite sehen, biegen wir links ab, auf einen schmalen Pfad und queren fortan den Hang hoch über dem See. Nach einer Weile wird der Abstieg steiler und wir sehen auf die kleinen Tümpel, welche wir heute Morgen besucht haben. Schliesslich biegen wir wieder auf den Wanderweg ein, welchen wir heute Morgen schon gekommen sind und wandern auf diesem nun zurück zur Staumauer.


































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