Lago Mognola

4h50

Rundwanderung
Mit Auto erreichbar
Mit ÖV erreichbar

 858m

 10.1km

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Durch Märchenwälder, Hochmoore und Alpenlandschaften zum Lago Mognola

Diese ziemlich anstrengende, aber absolut lohnenswerte und sehr abwechslungsreiche Wanderung führt durch zauberhafte Lärchenwälder, über Hochmoore und Aquädukte zum Lago Mognola, welcher die Anstrengung alleine schon wert ist. Die ersten 200 Höhenmeter sind, verglichen mit dem Rest der Wanderung, eher eine Pflichtübung, aber danach jagt ein Highlight das andere. Diese Wanderung hat das Ranking „Premium“ in jeder Hinsicht verdient.

Beschreibung

Wir gehen vom Parkplatz aus ein wenig der Strasse entlang zurück in Richtung Dorf bis zu einem kleinen Haus auf der linken Strassenseite und biegen dort vor der Steinmauer dem Wanderwegweiser folgend links ab. Wir folgen dem Weg in etlichen Serpentinen durch mehrheitlich Buchenwald bergaufwärts, immer den Wanderwegweisern nach bis wir auf einen Schotterweg gelangen, dem wir dann links folgen. Dieser mündet in einem weiteren Schotterweg, wo wir dann rechts abbiegen und dem Weg Richtung Lago Mognola folgen bis zu einer kleinen Alp, wo der Schotterweg eine Linkskurve macht. Unser Weg geht weiter geradeaus an der weiss-rot-weissen Wegmarkierung vorbei, den Grashang hinauf. Wir kommen in einen Lärchenwald, wo eine Holzbrücke den Vacarisc-Bach überquert. Diesen stimmungsvollen Fleck darf man getrost schon als das erste Highlight der Wanderung bezeichnen.

Ab hier beginnt die Rundwanderung und wir können Sie im Uhrzeigersinn oder im Gegenuhrzeigersinn begehen. Da wir zeitig unterwegs sind und wir beim Lago Mognola Mittagspause machen möchten, entscheiden wir uns für den längeren Weg bis zum See. Wir biegen beim Wegweiser also links ab und wandern den Weg im Uhrzeigersinn. Wir gehen die Grasböschung hinauf bis zur Alpe di Vacarisc, wo unter anderem der Vallemaggia-Käse aus einer Mischung von Ziegen- und Kuhmilch hergestellt wird. Nun folgen wir dem wunderschönen, aber steilen Weg durch Lärchenwald und Alpenrosen bergaufwärts. Dieser Wegabschnitt dürfte wohl der anstrengendste der ganzen Wanderung sein.

Nach etlichen Höhenmetern lichtet sich der Wald und der Weg führt über Alpenwiesen weiter bis zur Infotafel Nr. 8. Von hier aus haben wir einen wunderbaren Blick auf den Stausee Lago del Sambuco. Der Weg geht ab hier rechts weiter den Grashang hinauf. Wir machen allerdings einen kleinen Abstecher und gehen den schmalen Pfad geradeaus weiter durch Lärchen und Alpenrosenfelder zu einem wunderschönes Hochmoorbiotop (die Infotafel weist darauf hin). Hier erholen wir uns vom Aufstieg und machen eine ausgiebige Pause. In neuer Frische machen wir uns auf denselben Weg zurück bis zur Infotafel, wo wir dann linkshaltend weiter den Hang hinaufsteigen. Unterwegs können wir zwischendurch wieder die Aussicht auf den Lago del Sambuco geniessen. Nach ein paar weiteren Höhenmetern treffen wir auf die Alp Corte del Sasso, wo wir uns kurz auf den kleinen Hügel mit Infotafel begeben, um die Aussicht auf die Berge zu geniessen.

Der Weg führt uns an der Alp vorbei, weiter bergaufwärts. Die Baumgrenze haben wir inzwischen überschritten, die Landschaft wird rauer. Kurz nach der ersten Kuppe, treffen wir auch bereits schon auf die ersten Bewässerungskanäle des Acquedotto di Canáa, welcher vor ca. 150 Jahren erbaut wurde und vom hiesigen Patriziat zwischen 1997 und 2005 zur Erhaltung renoviert wurde. Wir werden diesen Kanälen bis zu ihrer Quelle folgen. Bei der Infotafel Nr. 6 angelangt, gehen wir noch nicht den Wanderweg geradeaus weiter, sondern wir biegen links ab ins Canà-Tal um die Quellen des Ri di Vacarisc und damit die Speisung des Acquedotto zu erkunden. Wir wandern auf der linken Seite des Bachs ins Tal und bewundern am Ende des Tals das glasklare kalte Wasser, welches sich in unzähligen Variationen durch die ebene Graslandschaft schlängelt und in welchem sich Köcherfliegenlarven besonders wohl fühlen. Wir versuchen, den Bach trockenen Fusses zu überqueren und verlassen das Tal wieder auf der anderen Uferseite. Wieder bei der Infotafel angelangt, haben wir nun zwei Varianten zur Auswahl.

Wer möchte, der kann nun links dem Wanderweg weiter folgen. Wer es allerdings ein wenig abenteuerlicher mag und lieber ein paar Steinmännchen durchs Gelände, anstatt dem offiziellen Wanderweg folgt, der kann nun ca. 15m links nach der Infotafel, vor der Wegmarkierung weiss-rot-weiss links bergwärts abbiegen und die Variante über den namenlosen Pass ins Paralleltal und an den drei namenlosen Weihern vorbei nehmen. Wer genau hinsieht, kann von hier aus auch schon das erste Steinmännchen erkennen. Nach ca. einem halben Kilometer treffen sich die beiden Wege wieder bei zwei markanten quaderförmigen Findlingen, welche durch die Eismassen der damaligen Gletscher dorthin transportiert wurden. Wer die abenteuerliche Variante gemacht hat, muss vielleicht nochmals 20m rechts den offiziellen Wanderweg zurück gehen, um die Findlinge zu sehen.

Nun folgen wir mit oder ohne Adrenalin im Blut weiter dem Wanderweg in Richtung Lago Mognola. Wir kommen an der Schutzhütte Corte della Sassina vorbei und erklimmen eine kleine Kuppe, von welcher aus wir auch schon auf den Lago Mognola hinunter sehen können. Wir wandern noch bis zum See hinunter, suchen uns einen schönen Ort zum Sitzen aus und machen hier unsere Mittagspause.

Frisch gestärkt machen wir uns an den Abstieg und folgen beim Abfluss des Sees dem Wegweiser Richtung Fusio. Wir wandern dem Wasserfall entlang steil bergabwärts bis zur Alp Corte Mognola. Wir wandern weiter auf märchenhaften Wegen durch Alpenrosen und Lärchenwald bis zur Alp Corte dell’Ovi. Von hier aus geht es weiter bergabwärts in Richtung Tal. Wieder an der Holzbrücke beim Vacarisc-Bach angekommen, haben wir unsere Rundtour abgeschlossen und wir machen an diesem zauberhaften Ort nochmals eine kleine Pause, bevor wir uns auf denselben Weg zurück zum Parkplatz machen, auf welchem wir am Anfang der Wanderung hergekommen sind.

Anfahrt mit dem Auto

Ins Maggiatal und dann nach Fusio fahren und auf dem Parkplatz links an der Strasse parkieren.

Ungefähre Fahrzeit
➛ ab Locarno  0h55
➛ ab Lugano  1h45

P  GPS 46.44373° N, 8.66417° E

Anfahrt mit dem ÖV

Vom Bahnhof Locarno den Bus Nr. 315 Richtung Cavergno nehmen und bis Bignasco fahren. Dort ins Postauto Nr. 334 umsteigen und in Fusio aussteigen.

Einkehr

In Fusio gibt es diverse Einkehrmöglichkeiten.

Zusatzinfos

TypRundwanderung
RegionNordtessin
SchwierigkeitSchwer
AnforderungenGute Kondition und für die optionale Variante etwas Orientierungssinn
Gehzeit4h50
Gehdistanz 10.1km
Höhendifferenz 858m
Höhen-Minimum1279m
Höhen-Maximum2088m
JahreszeitSommer, Herbst
Im Juni/Juli besonders attraktiv, wenn die Alpenrosen blühen und die Bewässerungskanäle noch Wasser führen.
EigenschaftenMit Auto erreichbar, Mit ÖV erreichbar

Details
Lago Mognola

Die Dokumentation der Wanderung als PDF Datei und die GPX Datei zum Navigieren mit Navigations-Apps.

CHF 2.00

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